INFOS AUS DER AGJA

AGJApéro

Am 26. Februar fand der erste AGJApéro statt: Informeller Austausch und Apéro für alle, die in der Jugendförderung tätig sind. Knapp 20 Leute fanden den Weg in Tommasini Lenzburg, die Jugendarbeitsstellen Suhr-Buchs-Gränichen, Lenzburg, Lotten, Bremgarten und Zufikon, VJF und AGJA waren präsent. Es gab spannende Diskussionen, es war ein lebendiger und lustiger Austausch. Herzlichen Dank der Jugendarbeit Lenzburg und dem Tommasini für die Gastfreundschaft.

Creating Spaces of Democracy – Ein Bericht vom Kick-Off Event in Berlin

«Creating Spaces of Democracy» ist der Name von einem Erasmus+ Projekt, mit dem Ziel ein gemeinsames europäisches Verständnis von offener Jugendarbeit zu erarbeiten, verschiedene Handbücher und Grundlagenpapiere zu veröffentlichen und ab 2027 einen jährlichen «European Day of Open Youthwork» durchzuführen. Das Projekt startete Ende 2025 und ist bis und mit 2028 finanziert. Ende Februar 2026 fand in Berlin ein zweitägiger Kick-off Event voller Workshops, Inputs und Austauschmöglichkeiten statt, wobei circa 60 Jugendarbeitende und Forschende von den sieben beteiligten Ländern (Schweiz, Deutschland, Kroatien, Slowenien, Italien, Dänemark und Norwegen) sowie Vertretende vom Netzwerk POYWE (Poywe – Professional Open Youth Work in Europe) anwesend waren. Fabian Dieter durfte die AGJA vertreten in der Schweizerdelegation unter der Leitung vom DOJ.

In den Workshops wurde schnell klar, dass alle Jugendarbeitenden und auch die Forschenden auf diesem Gebiet eine gemeinsame Sprache sprechen, aber noch viele kleine Unterschiede, oder Dialekte, bestehen. So haben zum Beispiel alle den Begriff «offene Jugendarbeit» verwendet, jedoch gibt es durchaus Unterschiede, was alles darunter verstanden wird. So wird in der Schweiz und Deutschland die verbandliche Jugendarbeit (Pfadi, Cevi, etc.) abgegrenzt von der offenen Jugendarbeit wohingegen in Norwegen beides im Begriff offene Jugendarbeit beinhaltet ist. In Kroatien ist die Jugendarbeit fast immer mobil tätig, weil es wenig Transportmöglichkeiten gibt, aber es hat wenig mit mobiler Jugendarbeit zu tun nach dem Verständnis in der DACH-Region.

In den nächsten drei Jahren sollen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede weiter ausgearbeitet und festgehalten werden in möglichst vielen Sprachen, damit die offene Jugendarbeit in Europa gemeinsam weiterentwickelt und die europäischen Netzwerke nachhaltig gestärkt werden. Dazu soll auch ein Medienprodukt entstehen, welches die offene Jugendarbeit in Europa abbildet und deren Wirkung aufzeigt, ein europäischer Tag der offenen Jugendarbeit jährlich gefeiert werden sowie ein Handbuch über demokratische Bildungsmöglichkeiten innerhalb der offenen Jugendarbeit verfasst werden.

INFOS AUS DEN FACHGRUPPEN UND DEN REGIONEN

Fachgruppe Mädchen*arbeit

Die Fachgruppe Mädchen*arbeit hat am 19. Februar ist erstes Treffen im neuen Jahr durchgeführt. Es wurde diskutiert, welche Rollenbilder und Erwartungen bei Jugendlichen und in der Gesellschaft aktuell sind. Der aktuelle Anlass war der Valentinstag, an dem Beobachtungen gemacht wurden. Wir schlossen daraus, dass Beziehungsstempel, gegenseitige Erwartungen und gesellschaftliche Erwartungen unser Jahresthema werden. Ziel ist es, bis zum Jahresende Reflexionsfragen für den Alltag im Jugendtreff zu erarbeiten. So kann das Thema auf spielerische und niederschwellige Weise angesprochen und mit den Jugendlichen bearbeitet werden.

Info aus der Region Baden – eSports-Turnier

Am 28. Februar 2026 lud die Jugendarbeit Region Baden zum eSports EA FC 26 Finalturnier ins Werkk in Baden ein, wo sich die besten Jugendlichen aus den regionalen Qualifikationsrunden an zehn Gaming-Stationen gemessen haben. Neben Livestream, Tippspiel und attraktiven Preisen traten erneut zwei Gast-Jugendarbeitsstellen gegen die Region an. Ergänzend fand am Vormittag ein kostenloser Input der Suchtprävention Aargau und des BZB+ für Eltern und Erwachsene zum Thema Medienkompetenz statt, der in Zusammenarbeit mit jungen Gamern gestaltet wurde.

WEITERE ANGEBOTE

JUP – Jugend und PräventionManosphere & toxische Männlichkeit in der Jugendarbeit

Jugendliche begegnen Inhalten aus der sogenannten „Manosphere“ – auf TikTok, Instagram, YouTube, in Games, Musik oder Memes. Alpha-Ideale, antifeministische Narrative und abwertende Aussagen gegenüber Frauen oder queeren Menschen erscheinen oft ironisch oder provokativ, prägen jedoch Rollenbilder, Sprache und Haltungen.

In der Veranstaltung greifen wir folgende Punkte auf:

  • Ist Manosphere ein reales Thema im Jugendalltag – oder vor allem ein medialer Diskurs?
  • Wo begegnet es uns konkret in der offenen Kinder- und Jugendarbeit?
  • Weshalb sind diese Inhalte für Jugendliche anschlussfähig?
  • Wie können wir fachlich fundiert reagieren?

Ziel ist es, Fachpersonen der Kinder- und Jugendarbeit in ihrer Handlungssicherheit zu stärken: problematische Inhalte einordnen, Gespräche professionell führen und präventiv wirksam handeln – im direkten Kontakt mit Jugendlichen und im Team.

Anmeldung über die Website der Suchtprävention Aargau: www.suchtpraevention-aargau.ch